
Einblicke
Wie RheinTalent entstanden ist
Aus einer alten Idee, einer Mastermind-Gruppe und vier unterschiedlichen Perspektiven entsteht eine neue regionale Personalvermittlung.
17. Juli 2026
RheinTalent begann nicht mit einem fertigen Geschäftsplan. Am Anfang stand eine Frage: Wie könnte Personalvermittlung in Liechtenstein und im Alpenrheintal besser funktionieren, wenn Technologie nicht nur Lebensläufe sortiert, sondern Menschen dabei hilft, ihre Fähigkeiten und ihre Motivation klarer zu zeigen?
Die Vorgeschichte reicht bis zum Sommer 2024 zurück. Die Idee blieb im Hintergrund, bis sie 2026 in der Mastermind-Gruppe KMU-Tools wieder auf den Tisch kam. Am 26. März arbeiteten Alexander, Manuel Pfiffner, Zeno John und Hartmut in einem gemeinsamen Workshop aus der ersten Skizze ein konkretes Vorhaben heraus.
Vier Perspektiven, ein gemeinsames Projekt
Die Idee zu RheinTalent nahm in der Mastermind-Gruppe KMU-Tools Gestalt an. Dabei kamen vier unterschiedliche Perspektiven zusammen:
- Alexander Jeeves bringt seine Erfahrung aus der Finanzbranche, sein Netzwerk in Liechtenstein und den Blick auf Markt und Geschäftsmodell ein.
- Manuel Pfiffner brachte seine Erfahrung aus der IT-Branche und einen verlässlichen Blick auf Infrastruktur und technische Umsetzbarkeit ein. Als Teil der Mastermind-Gruppe hat er die Idee zu RheinTalent mit entworfen.
- Zeno John arbeitet an schnellen Software-Prototypen und daran, neue KI-gestützte Entwicklungswege praktisch nutzbar zu machen.
- Hartmut Hübner verantwortet KI-Architektur, Produktentwicklung und die Koordination des Projekts.
Aus diesen unterschiedlichen Blickwinkeln entstand kein weiterer anonymer Stellenmarkt. Die gemeinsame Überzeugung war von Anfang an: Ein guter beruflicher Match braucht fachliche Passung, aber eben auch Motivation, Werte, Vertrauen und ein realistisches Bild des Arbeitsumfelds.
Die Gründung von RheinTalent ist als Joint Venture von Jeeves Group und MMIND.ai vorgesehen. Manuel Pfiffner hat die Idee als Teil der Mastermind-Gruppe mitentwickelt, wird sich an der neuen Gesellschaft jedoch nicht beteiligen.
Warum eine regionale Lösung?
Liechtenstein, das Alpenrheintal und die angrenzende Ostschweiz bilden einen eng verbundenen Arbeitsraum. Die Wege sind kurz, die Branchen vielfältig und persönliche Netzwerke wichtig. Gleichzeitig bleiben Fähigkeiten und berufliche Wünsche oft unsichtbar, wenn ein Profil nur aus Jobtiteln und Stichworten besteht.
RheinTalent setzt genau dort an. Talente können kostenlos und zunächst anonym ein Profil entwickeln. Unternehmen beschreiben nicht nur eine offene Stelle, sondern auch den Kontext, in dem jemand arbeiten wird. Erst wenn ein Talent zustimmt, beginnt der direkte Austausch.
Was RheinTalent besonders macht
KI mit einer klaren Aufgabe. Die Technologie hilft beim Aufbau von Profilen, schlägt übertragbare Skills vor und erklärt, warum eine Verbindung passen könnte. Sie trifft nicht die Entscheidung für die Beteiligten.
Purpose Matching als Gesprächsgrundlage. Ein geführtes Interview macht Motivation, Werte und gewünschte Wirkung sichtbar. Modelle wie Ikigai und Golden Circle dienen dabei als Orientierung, nicht als starres Urteil über einen Menschen.
Menschliche Begleitung auf Wunsch. RheinTalent arbeitet mit erfahrenen Führungskräften aus der Region zusammen. Im Juni 2026 trafen sich Hartmut Hübner und Alexander Jeeves mit Otto Frommelt, um die Ausgestaltung des Mentorings zu besprechen. Wir freuen uns sehr, dass Otto Frommelt seine langjährige Erfahrung künftig für Talente bei RheinTalent einbringen wird. Mehr über den Ansatz steht in der Note Warum RheinTalent auf Mentoring setzt. Das Mentoring wird schrittweise als begleiteter Pilot aufgebaut.
Ein transparentes Modell. Für Talente ist RheinTalent kostenlos. Unternehmen können Stellen kostenlos veröffentlichen und zahlen nur bei einer erfolgreichen Vermittlung: 8 Prozent des vertraglich vereinbarten fixen Bruttojahreslohns, mindestens CHF 5'000 und höchstens CHF 12'500.
Bauen, testen, zuhören
Auch die Arbeitsweise ist Teil der Geschichte. Das Team wollte die Idee nicht jahrelang auf dem Papier perfektionieren. Ein funktionierender Prototyp sollte früh zeigen, was Talenten und Unternehmen wirklich hilft. Deshalb wird RheinTalent mit Menschen und Unternehmen aus der Region erprobt und Schritt für Schritt weiterentwickelt.
Die Richtung bleibt dabei klar: Technologie soll bessere Gespräche vorbereiten. Sie soll Zusammenhänge sichtbar machen und unnötige Hürden senken. Vertrauen, Neugier und die Entscheidung füreinander bleiben menschlich.
Wer RheinTalent kennenlernen möchte, kann kostenlos ein Talentprofil starten oder als Unternehmen eine Stelle erfassen. Fragen und Rückmeldungen erreichen uns über die Kontaktseite.